10. SoMedia Abend: Der Bock, die Bütt und potenzielle Spender

Beim 10. SoMedia Abend ging es um Fußball, Karneval und Spenden.

Über Social Media in Unternehmen wird viel geredet, aber wie sieht es damit eigentlich in Vereinen  und NGOs aus? Unter dem Titel „Wenn der Bock in die Bütt geht – Vereine und soziale Medien“, veranstalteten die networker NRW und der eco Verband im Geißbockheim einen informativen Abend für Interessierte und Experten.

Durch das Event führten Ralf Bartel und Ute Korinth, die Leiter des Arbeitskreises Social Media der networker NRW. Nur einige Meter vom Kölner Stadion entfernt und mit ordentlich FC-Deko im Raum lag es auf der Hand, dass auch der Gastgeber starten durfte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services beim eco Verband, erzählte Jonathan Müller, Head of Club Media beim 1. FC Köln, welche Wege der Verein im Bereich der Digitalisierung geht. 360-Grad-Videos, Messenger-Bots und jede Menge Humor, aber auch Fingerspitzengefühl sind gefragt, wenn die Kommunikation mit den Fans funktionieren soll. Gerade auch in Zeiten, in denen es sportlich nicht so gut läuft, ist das Gespräch auf Augenhöhe extrem wichtig. Gleich drei deutsche Twitterkanäle, eine Kooperation mit einem chinesischen Verein und damit auch chinesische Accounts, reichlich Aktivität bei Facebook und auch bei Instagram  und Snapchat zeigen, wie wichtig die sozialen Medien inzwischen geworden sind. Gerade in emotionalen Bereichen wie Fußball. Als zweite Rednerin des Abends war Magdalena Misiura an der Reihe. Die Online-Marketing- und Social Media Fachfrau der DKMS erzählte von einzelnen Schicksalen, die durch Aktionen in den sozialen Netzwerken ins Positive gewandelt werden konnten. Die kleine Sofia zum Beispiel, die dringend eine Spende benötigte und dank Social Media nun ein glückliches kleines Mädchen ist, da hier ihr Spender gefunden wurde. Über 40 Prozent der möglichen Spender, in Zahlen 264.840 waren es allein 2016, die sich über diesen Weg registrierten. Wer zuvor noch am Nutzen von Facebook (über 1 Mio Follower), Twitter & Co. gezweifelt haben sollte, der dürfte spätestens nach diesem Vortrag wachgerüttelt sein.  Auch Magdalena Misiura betonte, wie wichtig das sensible Community-Management inzwischen ist. Prof. Dr. Tobias Kollman, Professor für BWL und Wirtschaftsinformatik und hobbymäßig Social Media-Beauftragter der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V., ließ ein wenig Karnevalsstimmung aufkommen und machte klar, dass er teilweise sehr dicke Bretter bohren musste, um die Kollegen von Social Media zu überzeugen, aber mittlerweile ebenfalls sehr erfolgreich mit seiner Strategie ist. In der anschließenden Podiumsdiskussion erzählten die drei  Experten über ihre unterschiedlichen Strategien für verschiedene Netzwerke, über den Umgang mit negativen Reaktionen, über Budgets und Arbeitsaufkommen und über zahlreiche Ideen und Chancen, die gerade noch in der Entstehung sind und die Digitalisierung sicher noch ein Stückchen vorantreiben werden.  

Bei zünftigen Kölner Häppchen und kühlem Kölsch diskutierten die Besucher anschließend gemeinsam mit den Rednern weiter. Nicht nur über Social Media Strategien, sondern auch über Fußball und darüber, wie man sich bei der DKMS registrieren kann…

Redaktion: Ute Korinth